Root Server: Das Beste aus zwei Welten in einem Produkt

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Wolf-Dieter Fiege am 08. Mai 2013

Root-ServerWer zum Beispiel einen beliebten Blog, ein Forum für den Informationsaustausch, einen Online-Shop mit hohem Besucheraufkommen oder komplexere eigene Applikationen betreiben möchte, braucht dafür ein leistungsstarkes Hosting-Produkt. Lange Zeit stand man dabei vor der Alternative: Entweder man nimmt einen günstigen virtuellen Server, der sich einfach und komfortabel administrieren lässt, oder man setzt lieber auf mehr Performance, mit einem deutlich teureren dedizierten Serverprodukt.

Natürlich war diese Entscheidung nicht nur eine Frage des Geldes. Insbesondere Upgrades, der Wechsel von einem kleineren auf ein größeres Serverprodukt, waren eine komplizierte Angelegenheit, die sehr viel manuellen Migrationsaufwand erforderte. In der Regel musste der neue Server komplett neu eingerichtet werden: angefangen bei dem Aufsetzen des Betriebssystems, über die Installation der Applikationen bis zur Einpflege der Daten. Mit Root-Server ist das kein Problem mehr. Gleichzeitig verfügen Root-Server über die Performance eines physikalischen Hochleistungsservers. Doch was sind Root-Server eigentlich?

Root-Server kombinieren die Vorteile eines virtuellen und eines dedizierten Servers

Root-Server mit „Bare Metal“-Vollvirtualisierung verbinden die Vorteile eines Virtual oder VServers mit denen eines Dedicated Servers in einem Produkt. Preislich bewegen sich Root-Server etwas oberhalb eines Virtual-Servers. Dafür bieten sie die Performance eines physischen Hochleistungsservers und deutlich mehr Flexibilität. Der Grund: Statt einer Container-Virtualisierung, wie sie bei einem virtuellen Server zum Einsatz kommt, handelt es sich Root-Servern um vollvirtualisierte Systeme auf Basis von Bare Metal. Wie der Name schon andeutet, werden auf dem physischen Server keine isolierten Wirtsbetriebssysteme eingerichtet, sondern die „Bare Metal“-Virtualisierungssoftware wird unmittelbar auf der Hardware des Servers installiert. Dadurch kann direkt und ohne Umwege auf die I/O-Ebene des Serversystems zugegriffen werden. Ein dediziertes RAID-Subset mit bis zu 4 Festplatten garantiert schnellen Datentransfer und hohe Datensicherheit.

Vollvirtualisierung

Root-Server bieten auch bei der Installation von Betriebssystemen bzw. der Kompilierung eigener Kerne alle Freiheiten, denn anders als bei einem Virtual-Server ist der Kernel bei diesen vollvirtualisierten Serversystemen nicht vorgegeben. Neben den speziell vom Hosting-Provider bereitgestellten Windows- oder Linux-Distributionen können bei einem Root-Servern problemlos auch eigene Betriebssysteme, Treiber und Updates über ISO-Images eingespielt werden.

Bedienung leicht gemacht

Für die Administration eines Root-Servers steht die gleiche komfortable Admin-Software zur Verfügung, wie sie bereits seit Längerem erfolgreich bei vielen virtuellen Serversystemen einsetzt wird. Als Administrator braucht man somit praktisch nicht „umlernen“. Man muss auch nicht über ein detailliertes technisches Fachwissen verfügen, wenn man zentrale Funktionen, wie zum Beispiel die Zuweisung von Systemressourcen oder die Erstellung eines E-Mail-Accounts, verwalten will.

Viele weitere Funktionen können zudem über die browserbasierte Weboberfläche gesteuert werden. Dazu zählen beispielweise:

  • Backup und Systemwiederherstellung: Hier kann man zwischen verschiedenen professionellen Backup-Optionen wählen, wie Permanent Snapshot, Daily Full Backup und weiteren optionalen FTP-Backups.
  • Monitoring-Funktionen zur perfekten Systemkontrolle und Überwachung verschiedenster Ports, Start-/Stop-Vorgänge, Pings uvm.
  • Fernadministration zentraler Steuerungsfunktionen wie Starten, Stoppen oder Rebooten ist über VNC Remote Management möglich.

Upgrades ohne manuellen Migrationsaufwand

Und einen weiteren Vorzug haben Root-Server von virtuellen Servern übernommen: die Fähigkeiten zur einfachen Migration. Das heißt: bei einem Upgrade können die Daten eines Root-Servers inklusive sämtlicher Einstellungen sehr komfortabel auf das neue Produkt übertragen werden. Auf diese Weise können gerade Startups ihre Anfangsinvestitionen reduzieren, indem sie mit einem kleinen günstigen Root-Server starten und später – je nach Bedarf – auf ein größeres Produkt upgraden. Root-Server von Host Europe gibt es in 7 Leistungsstufen zum Beispiel schon ab 49 Euro monatlich.

Über den Autor

Wolf-Dieter ist Redakteur und Autor des Blog & SEO-Teams der Host Europe GmbH, einem der größten Anbieter von Webhosting, Virtual und Root-Server Hosting sowie Managed Hosting in Europa.

 



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