180 Euro für eine Schüssel Reis

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 12. September 2008

Vorgestern Abend traute ich meinen Augen nach dem Blick in den Briefkasten kaum. Darin befand sich ein nettes Schreiben von Herrn Knieper. Wem? Dem ein oder anderen dürfte der Name im Zusammenhang mit der Headline „Abzocke im Web“ bekannt sein.

Aber nun zum konkreten Fall: Auf meiner Seite kilogucker.de hatte ich vor einem dreiviertel Jahr einen Beitrag verfasst, in dem ich ein kleines Bildchen aus der Google-Bildsuche verwendet hatte. Es handelte sich um die Abbildung einer simplen Schüssel Reis. Ansich verwende ich sonst Bilder immer mit Vorsicht, man weiss ja nie, aber da hab ich wohl leider geschlafen. Das besagte Bild gehört der Seite Marions „Kochbuch“. Weil der lieber Herr Knieper sich viel Mühe gemacht hate, die Schüssel „professionell“ abzulichten, ist dies eine kleine Abmahnung in höhe von 180 Euro wert. Im Vergleich zu anderen Summen (6.000 Euro) die in ähnlichen Fällen verlangt wurden, also ein Schnäppchen. Allerdings will ich mir gar nicht vorstellen, wieviel echte Schüsseln Reis mach sich für 180 Euro kaufen könnte.

Was mich aber an der ganzen Knieper-Geschichte am meisten stutzig macht, sind die Aussagen, dass die Bildklauer seine Existenz gefährden, da sie von Marions „Kochbuch“ ihren Lebensunterhalt bestreiten. Darum hab ich doch gleich mal ein wenig recherchiert.

Bei statbrain.com kann man sich Besucherzahlen zu einer beliebigen Seite ausrechen lassen. Als Basis dient unter anderem Alexa. Um die Qualität der Zahlen zu ermitteln, hab ich zwei meiner Seiten zum Testen genommen:

kilogucker.de: 3.613 Besucher pro Tag
blogtotal.de: 6.606 Besucher pro Tag

Die Werte erscheinen um den Faktor drei zu hoch, sind aber im Verhältnis der Seiten untereinander stimmig. Somit habe ich auch mal die Seite der Kniepers getestet:

marions-kochbuch.de: 43.046 Besucher pro Tag

Um nun auf die tatsächliche Besucherzahl zu kommen, bzw. ich will die Impressions ermitteln, habe ich meine Besucherzahlen ins Verhältnis gesetzt:

kilogucker.de: 677 Impressions pro Tag
blogtotal.de: 2932 Impressions pro Tag
marions-kochbuch.de: (x) Impressions pro Tag

kilogucker.de: 677/3.613 = 0,1873
blogtotal.de: 2932/6.606 = 0,4438

Da der Wert von blogtotal.de etwas aussagekräftiger ist, weil der Traffic gut verteilt ist und ich auch grosszügig sein will, gehe ich von dem höheren Faktor aus.

marions-kochbuch.de: 0,4438 x 43.046 = 19.103 Impressions pro Tag

Da die Kniepers nur Google-AdSense einblenden, will ich mal noch die Einnahmen schätzen:

Mit solchen Seiten macht man vielleicht 1 Dollar auf tausend Besucher. Aber auch hier will ich mal nicht so sein, und den gewählten eCPM sogar noch erhöhen, da Marions „Kochbuch“ eine reine Themenseite ist.

marions-kochbuch.de: 3 Dollar eCPM x 19,1 = 57,3 Dollar pro Tag

Auf 30 Tage ergeben sich somit etwa 1719 Dollar. Das sind ca. 1225 Euro im Monat (Brutto!). Und davon wollen die Kniepers leben? Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Haupteinnahmequelle ihre Abmahnungen sind. Zumal keinerlei Versuche gemacht werden, den User am Download der Bilder zu hindern (Wasserzeichen, Klicksperre, etc.), wenn es doch so geschäftsschädigend sein soll.

Von mir ein Tipp, um noch mehr Geld zu machen: Stellt die Bilder doch unter falschem Namen bei kostenlosen Bildverzeichnissen ein. Anschliessend können dann brav alle Downloader abkassiert werden.

Mit dem Urheberrecht scheinen es die Kniepers selbst, wohl auch nicht so genau zu nehmen, wie die Herrencreme zeigt.

Ich frage mich gerade wie in Deutschland die Rechtslage aussieht, wenn man Abmahnung als Geschäftsmodell betreibt?

 

20% der Informatik-Studenten wollen zu Google

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 08. September 2008

Ei, Ei, was man nicht wieder alles bei Heise im Newsticker lesen kann: „Jeder fünfte Informatikstudent würde gerne bei Google arbeiten!“ Bei rund 30.000 Studienanfängern im Bereich Informatik würde das bedeuten, dass Google jedes Jahr 6.000 neue Mitarbeiter einstellen könnte. Aktuell hat Google etwa 20.000 Mitarbeiter. Schätzungsweise 1% dürften jedes Jahr neu eingestellt werden, macht etwa 200 Plätze auf allein 3.000 deutsche Studis, die gerne bei Google sein würden. 😉

Aber was ist so schön daran bei Google zu arbeiten? Sind es die „coolen“ Büros? Kostenlose Mahlzeiten oder die Milliarden-Einnahmen, die einen grosses Gehalt versprechen? Vermutlich alles zusammen.

Leider werden sich viele schon während des Studiums bewusst werden, dass Informatik mehr ist, als in einem coolen Büro zu sitzen, die Maus zu streicheln und bunte Buttons anzuklicken.

 

Wie man Google Chrome zum Absturz bringt

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 04. September 2008

Google brüstete sich ja mit der Aussage, dass jeder Tab im Chrome Browser ein eigenständiger Prozess sein soll, der wenn etwas schief läuft, nicht gleich den ganzen Browser in den Tod reisst. Wie man mit einem simplen Link das Gegenteil beweisen kann, zeigt Robert.

 

Google bringt Chrome Browser als Download

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 03. September 2008

Nach einer knapp 2 jährigen Entwicklungszeit hat Google gestern die erste Vorabversion des neuen Internetbrowsers Chrome veröffentlicht. Somit ist der erste offizielle Chrome Download verfügbar.

Aber was bringt der neue Browser, was Internet Explorer und der neue Firefox 3 noch nicht können? Chrome soll angeblich stabiler sein als seine Konkurrenz, da jeder Browser-Tab einen eigenen Prozess darstellt und somit Browser-Komplettabstürze vermieden werden sollen. Eine Privacy-Funktion soll das Surfverhalten der Benutzer schützen, was andere Browser aber auch schon können. Zudem klingt Datenschutz aus dem Mund von Google etwas heuchlerisch, ließt man diesen Absatz in den Nutzungsbedingungen:

Unterstützen Sie uns bei der Verbesserung von Google Chrome durch das automatische Senden von Nutzungsstatistiken und Ausfallberichten an Google.

Zwar ist diese „Funktion“ optional, jedoch hat sie mit Privatsphäre wohl herzlich wenig zu tun. Google will mit Chrome vor allem eines, seine Macht im Netz weiter ausbauen.

Google Chrome Screenshot

Die Darstellung der Webseiten in Chrome sieht schon mal ganz gut aus, so gibt es mit blogtotal.de keine Darstellungsfehler.

Als weitere „Neuheit“ wird die Autovervollständigung in der Adressleiste angepriesen, Firefox 3 hat diese Funktion aber ebenfalls schon.

Wirklich interessant ist wohl die Richtung in die Chrome gehen wird. So findet sich etwas versteckt ein „Task-Manager“ der die einzelnen Tabs und Plugins als Prozesse darstellt, die einzeln beendet werden können:

Task Manager

Ziel wird es langfrisig wohl sein, den Browser als Betriebssystem für Webanwendungen zu etablieren. Das wäre dann wirklich ein cleverer Schachzug von Google. Was haltet ihr von Google Chrome?

 

Firefox 3 about:robots

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 20. August 2008

Ein kleines verstecktes Osterei in Firefox 3. Wenn man in der Adresszeile „about:robots“ eingibt, erscheint folgende Meldung:

Welcome Humans!
We have come to visit you in peace and with goodwill!

  • Robots may not injure a human being or, through inaction, allow a human being to come to harm.
  • Robots have seen things you people wouldn’t believe.
  • Robots are Your Plastic Pal Who’s Fun To Be With
  • Robots have shiny metal posteriors which should not be bitten.

Wer noch keinen Firefox 3 installiert hat, dem dürfte dieser Firefox Download weiterhelfen.

 

Spam-Mail vom lieben Gott

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 23. Juli 2008

Jetzt schreibt sogar Gott schon Spam-Mails:

Auf diese email kann nicht geantwortet werden, weil sie über eine anonyme Remailerkette versendet wurde.
 
Die unfassbare Wahrheit: Der Mensch erntet was er sät!
Hat Gott möglicherweise tatsächlich die Wahrheit verraten als er sagte: Der Mensch erntet was er sät!
 
1. Was würden Sie als erstes tun, wenn Sie plötzlich zum Milliardär werden würden?

[…]

Liebe deinen nächsten wie dich selbst war die Lehre von dem Propheten Jesus, denn Gott hat bestimmt, dass der Mensch ernten wird was er sät, deshalb sind die Menschen auch für ihr eigenes Schicksal verantwortlich.

So lautet der Anfang und das Ende der Spam-Mail. Dazwischen liegen ca. 14.000 Wörter mit allgmeinem biblischen Blupp-Blupp. Der Ursprung der Mail kommt wohl aus Italien, wenn da mal der Vatikan nicht seine Finger im Spiel hat. 😉

 

Es flackert im medialen Netz

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 17. Juli 2008

Inzwischen sprießen neue Medienblogs wie Pilze aus dem Boden, jeder neue Blog hat in etwa die selben Themen als Inhalt: Vorwiegend Berichte über irgendwelche Affären oder Sextapes von C-Promis. Alles, was es eben auch in die Bildzeitung schafft. Ebenso weit verbreitet sind Blogs zum Thema „Geld verdienen im Internet“.

Beim relativ jungen Blog Medienflackern spricht der Blogtitel schon Bände. Vor drei Tagen ging es dort los. Die Motivation des Bloggers?

Ein weiterer unnützer Blog mit einem Thema, dass es bestimmt schon tausend mal im Internet [gibt.] Ich, arbeitloser Ex-Zivi, der im Moment auf eine Studienannahme wartet […] will sich jetzt mit dem bloggen versuchen. […] Webdesign, normales Design, Marketing, SEO, SEM, Blogschrott, News aus Politik, Pop, Stars, von coolen oder bescheuerten Seiten, coole und miserable Videos, usw.

Diese Motivation und die Themenschwerpunkte scheinen einen allgemeinen Blogging-Trend wiederzugeben. Angeheizt durch „Erflogsstories“ anderer „Medien“-Blogger springen immer mehr auf diesen Zug auf. Primärziel ist wohl nicht, die Leserschaft mit Wortwitz zu beglücken, sondern eher das grosse Los zu Ruhm und Reichtum zu ziehen.

Die Chance mit einem 0815-Medienblog reich zu werden, ist wohl so klein wie mit einem Sechser im Lotto. Das hat man selbst bei Medienflackern schon nach 3 Tagen erkannt: Viele Versuche wenig Erfolge.

Noch schlimmer sind allerdings „Millionäre“ und ihre Webseiten, auf denen sie darüber berichten wie man Millionär wird. Ein Zauberer verrät am Ende der Vorstellung ja auch immer seine Tricks. 😉

Wenn ich einen Trick wüsste, mit dem sich viel verdienen ließe, wäre es wohl das Letzte, was ich tun würde und es aller Welt erzählen. Tricks funktionieren eben nur solange, wie sie fast niemand kennt. Das ist beim Zaubern so, und eben auch beim „Geld verdienen“.

 

Google AdSense Empfehlungen auf dem Abstellgleis

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 01. Juli 2008

Heute morgen hat mich die weniger erfreuliche Mail von Google erreicht, dass das AdSense Empflungsprogramm im August eingestellt wird. Auch andere Blogger wie Jojo haben bereits darüber berichtet. Ich nutze die Empfehlungen zwar erst seit einem Monat wirklich profitabel, allerdings läuft meine Google-Firefox-Kampagne ganz gut und bescherte kanpp 60 Dollar ohne viel dafür tun zu müssen. Umso mehr ist es schade, dass diese Quelle schon wieder versiegen wird, bevor sie so richtig sprudeln konnte. Mal sehen ob die eBay-Firefox-Variante vielleicht auch gut ankommt, was ich allerdings weniger glaube.

 

Amazon weitet die 10 € Grenze aus

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 24. Juni 2008

Bisher gab es bei Amazon für die Vermittlung von Elektronik eine Maximalvergütung von 10 Euro, egal wie hoch der Verkaufspreis war. So brachte bisher die Vermittlung eines 1000 Euro teuren Fernsehers nur 10 Euro, auch wenn man sonst 5% Provision erhält und somit eigentlich 50 Euro gutgeschrieben werden sollten. Da Elektronik gern gekauft wird und zudem meistens nicht billig ist, hat Amazon wohl diese Deckelung eingeführt um selbst mehr zu verdienen.

Die bisher für elektronische Produkte i.R.d. gestaffelten Modells geltende Deckelung der Werbekostenerstattung auf max. 10 EUR pro Artikel wurde auf Produkte der Bereiche Küche, Haus & Garten, Computer & Software sowie auf Drogerie-, Kosmetik- und Badartikel ausgedehnt.

Diese nette Meldung hat mich heute erreicht. Scheinbar verdient Amazon immer noch nicht genug und hat die maximale Provison umfassend gesenkt. Auf billig Artikel wie Bücher, wo eh nie mehr als 1-2 Euro Provision drin liegen, kann man also noch die vollen 5% ausschöpfen. Bei teuren Dingen, die eindeutig in die genannten Kategorien fallen, reduziert sich die effektive Vergütung. Im Falle des Fernsehers sind das lächerliche 1%. Zum Glück gibt es noch andere Affiliate-Anbieter, die einem wenigstens ein bisschen was zahlen. Wenn Amazon so weiter macht, muss man sich nicht wundern, wenn bald die ganzen Partner davonlaufen.

 

Firefox 3 Download Seiten

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 17. Juni 2008

Heute ist der Firefox 3 Download Day. Bei Spreadfirefox will man den Weltrekord mit den meisten Firefox-Downloads an einem Tag schaffen. Bei uns zählt die Zeit ab 19 Uhr. Aber schon jetzt ist die Seite extrem träge, da sie wohl leicht überlastet ist. Aber auch bei Mozilla selbst reagiert der Server nicht mehr so wirklich. Deutsche Seiten wie browser1.de, die mit dem Keyword Firefox 3 Download eine gute Position bei Google haben, sind ebenfalls offline.

Wo also den Firefox 3 downloaden? Alternativ kann auf diesen Firefox-Download zurückgegriffen werden. Clevere Leute surfen mit dem Fuchs. 😉

 



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