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Inside Mega-Downloads.net

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 12. August 2009

Vor kurzem war ich auf der Suche nach neuen Affiliate-Programmen, die ich hier auf Blogtotal zusätzlich bewerben könnte. So bin ich dann beim Partnerprogramm von Firstload gelandet. Zum einen hat Blogtotal eine junge Zielgruppe, also ideal für Firstload, und zum anderen hörten sich die Konditionen traumhaft an: 18 Euro pro vermitteltem Test-Account, dazu noch stornofrei, man muss also nicht mal einen Kauf vermitteln. Die Tatsache, dass die Test-Anmeldung gekündigt werden muss, damit nicht automatisch nach 14-Tagen das kostenpflichtige Abo startet, war zwar etwas unschön, aber jeder Zeitschriftenverlag macht bekanntlich das Gleiche.

Nachdem ich Blogtotal für eine Partnerschaft angemeldet hatte, begab ich mich nochmal kurz auf Recherche zu Firstload. Schnell wurde ich bei Netzwelt fündig, dort stand in dem Bericht nichts gutes über Firstload und die Abo-Masche. Der Bericht war aus dem Jahr 2005 und in einem Folge-Interview gelobte der Betreiber V. Fritzmann Besserung. Bei GoMoPa dann ein Bericht, der den Zusammenhang zu Mega-Downloads offenbarte. Das Mega-Downloads alles andere als seriös ist, war mir bekannt und somit habe ich dann auch die Partnerschaft mit Firstload sofort wieder gekündigt.

Das Thema selbst ist jedoch spannend, hat sich das Firmen-Netzwerk von Fritzmann doch mittlerweile auch das Szeneportal Gulli einverleibt. Und noch spannender wird das Ganze mit dem Anfang August gestarteten Insider-Blog Inside Mega-Downloads.net. Dort berichtet Claus Frickemeier, eine ehemalige Führungskraft in einem der angeschlossenen Inkasso-Unternehmen, wie er in das System reingerutscht und aufgestiegen ist, und später dann die Machenschaften erkannt hat und nun der Staatsanwaltschaft als Kronzeuge dient. Hut ab, um sich gegen die millionenschwere Fritzmann-Connection aufzulehnen, bedarf es viel Mut.

Wie Frickemeier in einem seiner Beiträge treffend erkennt, spielen auch die Affiliates eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Seiten wie Mega-Downloads.net und Firstload. Und bei Vergütungen von 18 Euro pro Test-Account, gibt es sicherlich auch viele unseriöse Affiliates, die wahllos gesammelte Adressen eintragen, um die Provision zu kassieren. So berichten dann Leute von Rechnungen, obwohl sie nie auf der betreffenden Seite waren. Das gibt es bei anderen Partnerprogrammen sicher auch, aber dort wird dann die Anmeldung storniert und die Provision fliesst zurück.

 

4 Kommentare zu 'Inside Mega-Downloads.net'

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  1. Lutz Spilker sagte,

    am 12. August 2009 um 3:33 pm Uhr

    Hallo zusammen, hallo Tobias,

    wären wir damals, als das WWW seine Pforten öffnete, mit dieser recht kriminellen Energie ans Werk gegangen, so säßen wir jetzt entweder am Strand, oder im Knast…

    Ich habe es aufgegeben, dagegen anzugehen, mich zu wundern oder tolle Tipps zu veräußern. Ein‘ habbi noch…

    Auch im Internet ist nicht jeder lieb, also:
    Erst lesen – dann klicken!

    lG
    Lutz

  2. Tobias sagte,

    am 12. August 2009 um 4:46 pm Uhr

    Hallo Lutz,
    so ist es, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Es gibt allerdings genügend unbedarfte User, die alles ausfüllen, anklicken und installieren und sich danach wundern…

    Wer solche Rechnungen zahlt ist i.d.R. selber schuld, aber leider machen das immernoch sehr viele, sonst wären die Seiten und die Inkasso-Firmen dahinter, längst verschwunden.


  3. am 15. September 2009 um 5:58 pm Uhr

    http://www.sat1.de/ratgeber_magazine/akte/topthemen/internet/content/40502/


  4. am 13. Oktober 2010 um 5:50 pm Uhr

    […] ist es her, da wurden etliche User mit der Seite mega-downloads.net in eine Abofalle gelockt. Der Trick war bzw. ist eigentlich immer der Gleiche. Auf hübschen […]




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