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Bildersuche von Google verletzt das Urheberrecht

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 14. Oktober 2008

Das Landgericht Hamburg verurteilt mal wieder, diesesmal hat es den Suchprimus Google getroffen. Die Bildersuche und die damit verbundene Erstellung von Thumbnails ist nicht für alle Bilder erlaubt. Geklagt hatte der Künstler Thomas Horn, der eine Urheberrechtsverletzung seiner geschützten Comiczeichnungen (PsykoMaN) sah.

Wenn also ein Bild lizenzfrei ist, darf es auch von Google in der Suche dargestellt werden. Ist es nicht lizenzfrei darf es nicht erscheinen! Google müsste also jedes Bild manuell prüfen und im Zweifel den Urheber ausfindig machen und die Erlaubnis einholen. Die dafür nötigen Mitarbeiterzahlen würden wohl zur Vollbeschäftigung in Deutschland führen und Google könnte aufgrund der Lohnkosten seine Standorte wegen massiver Unrentabilität schließen.

Deutschland und das allseits beliebte Urheberrecht bei Bildern, ein Fall für sich. Vor allem das Landgericht Hamburg zeugt von digitaler Inkompetenz und fehlendem Innovationsverständnis.

Nur weil es eine Handvoll Kasper gibt, die mit ihren minderwertigen Bildchen über Gerichte Kasse machen wollen, müssen Tausende in den sauren Apfel beissen. Ich könnte gut verstehen, wenn Google die Bildsuche in Deutschland künftig ganz einstellt. Einziger Vorteil wäre, den Kniepers wäre die Verbreitungsgrundlage für ihre Abmahnbilder entzogen. Dafür verlieren unzählige Seiten den Traffic, den sie mit ihren freien Bildern erzielt haben.

Mein Vorschlag: Wenn einer meint, sein Bild sei so schützenswert, dass es nicht im Internet erscheinen darf, der soll es im Schrank einschließen, oder es zumindest entsprechend schützen, bzw. kennzeichnen! Im Falle der PsykoMaN-Comics: Die Teile hab ich noch nie gesehen, und finden wird man sie ab heute wohl auch nicht mehr, selbst wenn man danach sucht! Auch hier scheint es mal wieder ein Paradebeispiel für „Mach aus Bullsh… viel Kohle“ zu sein.

 

9 Kommentare zu 'Bildersuche von Google verletzt das Urheberrecht'

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  1. am 14. Oktober 2008 um 4:33 pm Uhr

    Hallo zusammen,

    gestern kannte keiner… jetzt aber.
    Es ist egal um was es sich handelt. Bring es raus, mach es bekannt, schreib ein Buch mit 500 Seiten Müll vom Allerfeinsten (hüstel, hüstel…) und schon geht die Luzie ab.

    Nun kennt jeder Seppel die komische Figur mit der pupertären Schreibweise namens… hab ich schon wieder… worum gings noch gleich…

    lG
    Lutz
    (Noch eine wichtige Durchsage: hab meinen Twitter-Account gelöscht, die Spammer gingen mir mächtig auf den Dings…)

  2. Tobias sagte,

    am 14. Oktober 2008 um 4:51 pm Uhr

    Naja, in dem Fall nutzt es dem „Erfinder“ nichts, oder konntest du irgendwo besagtes PsykoMa-Comic im Netz finden? Wer es sich mit Google verscherzt wird nicht mehr gefunden. Aber wahrscheinlich ist das auch egal, statt gefunden zu werden und Comic-Bücher zu verkaufen, weil sie gut sind, wird hier der alte ich will Schadensersatz-Einkommensstrom angezapft. Aber Schadensersatz für was? Wenn die Bilder von Google indiziert werden konnten, konnte sie auch jeder kostenlos auf seiner nicht auffindbaren Seite ansehen?

    (Zu Twitter: Ich sehe im Moment auch noch keinen Vorteil, bzw. Mehrwert des hochgelobten „Microblogging“-Dienstes.)

  3. Tobias sagte,

    am 14. Oktober 2008 um 4:58 pm Uhr

    Vielleicht sollte man noch ein N hinter PsykoMa hängen. 😉 Ich hab wohl mal wieder Tomaten auf den Augen.


  4. am 14. Oktober 2008 um 5:28 pm Uhr

    😆


  5. am 14. Oktober 2008 um 7:08 pm Uhr

    Was soll man dazu noch halten? Es ist ja wieder einmal in Hamburg festgestellt worden.

    Es ist jetzt ja nicht so, dass Google die kompletten Bilder darstellt, sondern eben nur verkleinerte Bilder zeigt und auf die eigentliche Webseite mit dem Bild weiterleitet. Wollen die dann als nächstens die Suchmaschinen aus den Websieten ausschließen`? Die kopieren doch immerhin den Content in den Cache…

  6. Tobias sagte,

    am 14. Oktober 2008 um 7:22 pm Uhr

    Genau, im Prinzip könnte jede deutsche Seite gegen Google klagen, wenn ein Bild im Cache oder der Bildsuche enthalten ist. Genauso könnte man theoretisch jeden Internetnutzer verklagen, weil der Browser die Bilder zwischenspeichert und somit „kopiert“. Dass, das natürlich Schwachsinn ist, sollte eigentlich auch dem LG Hamburg einleuchten. Aber leider sitzen da wohl ganz andere Leuchten, die kennen nichtmal Web 1.0!

  7. Dapema sagte,

    am 14. Oktober 2008 um 10:54 pm Uhr

    Es ist einfach wie immer…

    einfach zum heulen…

    am besten wir schließen alles zu und ein und machen zu guter letzt das ganze www dicht…

  8. Sterfan sagte,

    am 22. Oktober 2008 um 1:38 am Uhr

    Es ist echt zum heulen hier in Deutschland Affenland…..man darf hier nihcts mehr veröffentlichen weil sich alle in die Hose pissen vor Ignoranz und Dummheit. Erst mussten Bilder in Hülle und Fülle von vielen meiner Websites verschwinden um Abmahnungen zu entgehen, danach wird immer häufiger auch an einigen Texten gemängelt und genörgelt ……ich habe von nunmehr 24 Projekten schon 16 aufgegeben weil Sie einfach nihct mehr ansprechend sind bei all den Einschränkungen. Alleine ein vernünftges Blog über Stars mit vilen Bilder und ehrlichen Texten würde in Deutschland tausende und abertausende Euros kosten NUR um die sch…. Lizenzgebühren zu bekommen etc.
    …..ein Sauhaufen hier ….wenn das so weitergeht dann gibt s in ein paar Jahren kein www mehr …..


  9. am 22. Oktober 2008 um 5:52 am Uhr

    Hallo zusammen,

    der Ärger und die Kosten sind das eine und die gesetzesmäßigen Lücken sind das andere.

    Liest man sich die Texte (zu den sagenhaften Fotos) dieser „Hochglanzseite“ durch, so bleibt einem der Atem stehen… man achte auf die 2 i

    http://www.biild.de

    Wozu es dann noch eine DENIC braucht, entzieht sich gänzlich meiner Wahrnehmung…

    lG
    Lutz




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