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Interview mit Claus Frickemeier

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 12. August 2009

Blogtotal hatte bereits von Inside Mega-Downloads berichtet, aus diesem Anlass gibt es ein Interview mit Claus Frickemeier, dem Betreiber des Blogs.

Zur Person: Claus Frickemeier erhielt im September 2008 ein Job-Angebot von der Collector GmbH, einer Inkasso-Firma. Da Frickemeier vor Jahren bereits in einer anderen Firma des Collector-Chefs Frank Babenhauserheide eine leitende Position inne hatte, wurde er kurzerhand als Abteilungsleiter der Firma BWL Letter & Support GmbH eingestellt. Aufgabe dieser Firma war es, Support für verschiedene Web-Projekte zu betreiben. Mega-Downloads war zu diesem Zeitpunkt noch nicht dabei, auch wenn die zu betreuenden Projekte ebenfalls schon relativ dubios waren.

Bereits im November 2008 wurde er von Babenhauserheide zum Geschäftsführer zweier Firmen ernannt, der VWL Verwaltungs GmbH sowie der BWL Service GmbH & Co. KG. Im Dezember 2008 trat dann Babenhauserheide mit einer neuen Geschäftsidee an Frickemeier, ein Callcenter sollte es werden, da die Abo-Modelle nicht mehr zeitgemäß wären. So wurde dann die L & H GmbH gegründet und Frickemeiers Frau als Geschäftsführerin eingesetzt. Eine der ersten Aufgaben sollte der Rechnungs- und Mahnlauf für Mega-Downloads werden. Frickemeier sollte mehrere Konten bei verschiedenen Banken eröffnen, weil es angeblich bei Internetgeschäften immer zu Schwierigkeiten kommen würde. Binnen weniger Wochen trudelten an die 250.000 Euro ein, in Buchungen zu je 96 Euro.

Kurz darauf kündigte die Sparkasse Herford das Konto. Die Gelder mussten auf Anweisungen aus Wien nach Dubai transferiert werden und Frickemeier wurde langsam misstrauisch. Er begann zu recherchieren und bekam langsam einen Überblick über das ganze Ausmaß der Firmengeflechte rund um Mega-Downloads. Im Februar wurde er unter fadenscheinigen Gründen gekündigt, weil man wohl seine kritischen Fragen verstummen lassen wollte. Kurz darauf kam dann ein Wiedereinstellungsangebot, weil man festgestellt hatte, dass die Konten noch über Frickemeier liefen und dieser kurzerhand die Passwörter geändert hatte. Im März setzte sich Frickemeier mit der Staaatsanwaltschaft in Verbindung und wurde zum Kronzeugen.

Blogtotal: Herr Frickemeier, anfangs waren Sie als Abeiteilungsleiter für den Support von Projekten wie movie-scout.net und das-tv-quiz.com zuständig. Was hielten Sie von diesen durchaus dubiosen Projekten?
Frickemeier: Zum Zeitpunkt meines Einstieges im September 2008 war mir durch Frank Babenhauserheide mitgeteilt worden, daß ich eine Abteilung leiten sollte, die sich in erster Linie mit dem First-Level-Support großer Internetprojekte beschäftigt. „Bei uns melden sich nur diejenigen, die unzufrieden sind. Das sind vielleicht 5% der gesamten Kundschaft der Projekte“. Es kam mir daher nicht dubios vor, das tatsächlich fast ausschließlich in der Mailbearbeitung als auch in der Hotline unzufriedene Kunden anriefen bzw. schrieben. Diese „Kulisse“ glaubte die gesamte Belegschaft, die in meiner Abteilung gearbeitet hat.

Blogtotal: Wurden Sie nicht misstrauisch als Sie plötzlich Geschäftsführer zweier neuer Firmen werden sollten und gleichzeitig Ihren Abteilungsleiter-Posten behielten?
Frickemeier: Nein. Als Abteilungsleiter war ich im operativen Geschäft tätig, als Geschäftsführer der BWL Service GmbH & Co. KG sowie der VWL Verwaltungs GmbH sollten die Weichen gestellt werden in Sachen Entwicklung und Administration. Da alle Firmen in der Firmenzentrale untergebracht waren hegte ich keinen Verdacht, denn alle Firmen arbeiteten direkt zusammen.

Blogtotal: Welchen Zweck hatten die VWL Verwaltungs GmbH und die BWL Service GmbH & Co. KG?
Frickemeier: Die BWL Service GmbH & Co. KG kümmerte sich um die Abrechnungen, um all das, was Logistik anging. Die VWL Verwaltungs GmbH war eigentlich nicht wirklich aktiv als solche, sondern eher ein Firmenmantel, der aus früherer Tätigkeit von Babenhauserheide noch da war. Beide Firmen hatten mit dem operativen Geschäft nichts zu tun.

Blogtotal: In der weiteren Firma L & H GmbH sollte ihre Frau als Geschäftsführerin eingesetzt werden. War das für Sie normal?
Frickemeier: Ja, das war es. Babenhauserheide war der Ansicht, da ich bereits Geschäftsführer zweier GmbHs sei, könnte man die dritte GmbH doch über meine Frau laufen lassen. Ich habe dahinter nichts vermutet.

Blogtotal: Wie hat Ihre Frau reagiert?
Frickemeier: Sie freute sich, immerhin war vertraglich ein Geschäftsführergehalt vereinbart. Das dieses nur im ersten Monat geflossen nach Beurkundung der GmbH geflossen ist, störte uns derzeit nicht weiter, da ja die recht üppigen Provisionen aus dem Projekt Megadownloads flossen. Babenhauserheide betonte immer, daß der Steuerberater überlastet sei und das Gehalt bald kommen würde. Es kam nicht. Ebenso wenig wurden z.B. Krankenkassenbeiträge entrichtet. Offensichtlich wurden überhaupt keine Steuern gezahlt.

Blogtotal: Sie sollten 7% Provision für den Rechnungslauf von Mega-Downloads erhalten, gab es das Geld tatsächlich?
Frickemeier: Ja, das gab es.

Blogtotal: Was ist mit den Konten und auch der L & H GmbH passiert nachdem Sie gekündigt wurden?
Frickemeier: Ich habe die Zugangsdaten zu den Onlinebanking-Konten geändert und somit das Geld gesichert.

Blogtotal: Über welche Firma betreibt Mega-Downloads heute das Inkasso?
Frickemeier: Vermutlich nach wie vor über die L & H GmbH, die nach meinem Ausscheiden binnen kürzester Zeit einen neuen Geschäftsführer namens Andreas Schilling hat. Andreas Schilling war bereits in der Vorzeit mal Strohmann für Frank Babenhauserheide, wurde dann aber gekündigt. Nun ist er wieder da und hält den Kopf für Babenhauserheide hin.

Blogtotal: Mega-Downloads läuft im Moment unter der Firma Load House FZE (UAE), vorher unter Blue Byte FZE und davor unter der Easy IT-Solutions GmbH. Die eigentlichen Hintermänner scheinen die Fritzmanns aus Wien zu sein, die ihre Verbindung verschleiern wollen. Wer hat denn das Geld von Mega-Downloads erhalten, Load House FZE?
Frickemeier: Das müssen Sie Interpol bzw. die Staatsanwaltschaft Hannover fragen, die sicherlich die Kontodaten der Überweisung nach Dubai überprüft haben. Als ich mich mit umfangreichen Unterlagen von mir aus an die Staatsanwaltschaft wandte um Licht ins Dunkel zu bringen, war Interpol bereits am Ball und wusste von der Überweisung.

Blogtotal: Haben Sie die Hintermänner aus Wien, Valentin und Dr. Robert Fritzmann jemals getroffen?
Frickemeier: Nein, habe ich nicht. Die Verhandlungen führte ausschließlich Frank Babenhauserheide. Ich hatte nur Kontakt zu Reinhard Pils, dem Buchhalter der InQnet GmbH.

Blogtotal: Vielen Dank für das Interview.
Frickemeier: Gerne!

 

28 Kommentare zu 'Interview mit Claus Frickemeier'

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  1. am 12. August 2009 um 5:29 pm Uhr

    […] Interview mit einem Insider aus dem […]


  2. am 12. August 2009 um 5:31 pm Uhr

    […] das Ganze mit dem Anfang August gestarteten Insider-Blog Inside Mega-Downloads.net. Dort berichtet Claus Frickemeier, eine ehemalige Führungskraft in einem der angeschlossenen Inkasso-Unternehmen, wie er in das […]

  3. Lutz Spilker sagte,

    am 12. August 2009 um 8:21 pm Uhr

    Hallo zusammen, hallo Tobias,

    mein wahrscheinlich kürzester Kommentar…

    R A T T E N S C H A R F ! ! !

    lG
    Lutz

  4. brainfood sagte,

    am 16. August 2009 um 2:46 pm Uhr

    miese masche
    danke für das spannende interview

  5. feuershow sagte,

    am 17. August 2009 um 8:26 am Uhr

    Das ist ja wohl der Exklusiv-Hammer überhaupt! Tolles Interview!!!

  6. Insider sagte,

    am 22. August 2009 um 9:38 pm Uhr

    Werter Herr BLOG-Total Leser,
    werte BLOG-Total Autoren,

    vorweg sei gesagt, es tut mir AUSSERORDENTLICH leid, Ihren Blog in diese ganze Sache zu involvieren, leider sehe ich aber derzeit keine andere Möglichkeit mit einem Ihrer speziellen Leser in Kontakt zu treten.

    Da mein Beitrag auf inside-megadownloads.blogspot.com nicht veröffentlicht wurde, möchte ich über dieses Blog speziell an den „BLOG-Total Leser“ heran treten.

    Zu Ihrer Frage ob und zu wessen Gunsten der Zugang zu den Konten durch Herrn Frickemeier gesperrt wurde, ergibt sich wie folgt:

    Herr Frickemeier gibt zum Ausdruck, dass das Geld auf den Konten durch die Staatsanwaltschaft Hannover sicher gestellt wurde!

    Nun das stimmt nur bedingt, denn Herr Frickemeier hat sich nachweislich in Höhe von 75.000 Euro, durch Barabhebung, selbst eigennützig bereichert. Erst 2 Monate später wurde dieses Konto durch die StA Hannover eingefroren.

    Sofern Sie konkretes Interesse an eineindeutigen Beweisen hierzu haben wollen, bitte ich Sie mir hier über dieses Blog einen Kommentar zukommen zu lassen. Ich werde Ihnen (allerding anonym) postum die ORIGINAL-Belege der Bank zukommen lassen aus denen hervor geht, dass sich unser werter weißer Ritter (Frickemeier) eigennützig an dem Geschäftsgebahren mega-downloads bereichert hat.

    Es sei an dieser Stelle gesagt, dass es sich hier nicht um eine einmalige Bereicherung handelt, vielmehr hat Herr Frickemeier mehrfach zu seinen persönlichen Gunsten illegalerweise Geld abgeschöpft. Allerdings handelt es sich bei der Barhebung in Höhe von 75.000 Euro kurz vor seiner Freistellung um den wohl gewichtigsten Grund. Übrigens war dies auch letztlich der Auslöser für seine Freistellung.

    Wohl auch unter der Annahme, dass der Betreiber von mega-downloads nicht gegen Ihn juristisch vorgehen wird! Nun, an Herr Frickemeier sei gerichtet, dass er genau in diesem Punkt falsch liegen wird. Die kommenden Wochen werden es zum Vorschein bringen!

    Zu sagen ist noch, dass dies nicht der einzige Fall von Selbstbereicherung durch Herrn Frickemeier war, allerdings sind die anderen Fälle von der Dimension und Größe her anfangs nicht aufgefallen. Die Barhebung in Höhe von 75.000 Euro kurz vor seiner Freistellung war im übrigen letztlich der Auslöser für seine Freistellung.

    Nun und anhand meines Statements, können Sie sicherlich nachvollziehen wieso Herr Frickemeier meinen Kommentar hierzu NICHT freigegeben hat!

    Gerne stehe ich Ihnen für weitere Fragen hierzu zu Ihrer Verfügung!

    Mit freundlichen Grüßen

    P.S.: Ein letzter Satz noch zur allgemeinen Darstellung von Herrn Frickemeier: Herr Frickemeier wusste in der Tat genau was er machte, hierfür wurde er großzügig besoldet!

  7. Tobias sagte,

    am 24. August 2009 um 8:04 am Uhr

    Hallo „Insider“,

    weitere Beweise und Informationen werden wir natürlich gerne sichten,
    solange diese der Wahrheit entsprechen. Dafür ist es allerdings
    unerlässlich zu wissen woher Ihre Informationen stammen, bzw. welchen Background Sie haben. Da weder Ihr Name bekannt ist, noch Ihre Email-Adresse stimmt, bin ich etwas skeptisch. Lassen Sie mir doch eine Email zukommen.


  8. am 24. August 2009 um 4:36 pm Uhr

    Sehr interessant, wie nun versucht wird, die Fakten zu verdrehen. Der angebliche „Insider“ möge seine vermeintlichen „Beweise“ gerichtsverwertbar auf den Tisch legen. Es war allerdings zu erwarten, daß durch eine bewusste Falschdarstellung vom eigentlichen Thema abgelenkt werden soll. Zu durchschaubar, leider.

  9. Tobias sagte,

    am 24. August 2009 um 5:03 pm Uhr

    Hallo Claus,
    die IP-Adresse des Verfassers kommt überraschender Weise nicht aus Österreich, sondern von einem Provider in den USA. Auf die „Beweise“ bin ich mal gespannt.


  10. am 24. August 2009 um 5:11 pm Uhr

    Und ich erst. Die gesammelten Kontoauszüge liegen bei der Staatsanwaltschaft Detmold sowie der Staatsanwaltschaft Hannover. Es hat nie eine Überweisung oder Barabhebung über 75.000 Euro gegeben. Dies werden die Staatsanwaltschaften jederzeit bestätigen können.

  11. Kiesfurzer sagte,

    am 25. August 2009 um 3:39 pm Uhr

    Die Behauptungen über die angeblich hinterzogenen Gelder sind m.E. Nebelkerzenwürfe. Hr. Frickemeier würde sicherlich nicht zur Staatsanwaltschaft gegangen sein, wenn er auf dem Gebiet angreifbar oder gar zweifelhaft wäre.

  12. Anna Seidel sagte,

    am 25. August 2009 um 3:51 pm Uhr

    Hallo alle Leser,

    ich schaue mir die Blogs von Claus Frickemeier schon einige Zeit an. Da ich alle Beteiligten schon seit Jahren kenne habe ich mich selbstverständlich mal erkundigt.

    Gegen Claus Frickmeier laufen mehrere Anzeigen, bzw. Verfahren hinsichtlich seines Blogs und den gemachten Abgaben.

    Gegen ihn und seiner Frau ist selbstverständlich die Strafanzeige wegen der Unterschlagung bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld gestellt worden.
    Wie ich erfahren habe war es wirklich nicht ein Betrag, sondern in mehreren Teilbeträgen. Die Beweise liegen der Stattsanwltschaft vor.

    So ein Mensch sollte wirklich nicht andere Menschen (die in ihrem Leben noch nie eine vorsätzliche Tat begangen haben) so in den Dreck ziehen. Sicherlich ist es bedenkenswert wenn man für die Grauprojekte arbeitet, aber lieber hier in Deutschland als eine Firma in sonst einem Land.

    Claus Frickemeier sollte wirlich überlegen ob es nicht verwerflicher ist wenn man über Jahre für sein Kind keinen Unterhalt zahlt (StA Bi Az: 22 Js 128/09) oder wenn man versucht, diese Projekte so vernünfig wie möglich abzuwickeln.

    Eines steht auf jeden Fall fest. Der Straftäter ist hier Claus Frickmeier und nicht die Personen die er in seinen und anderen Blogs nennt.

    Alle Verfahren und Ermittlungen haben ergeben, dass hier keine strafbaren Handlungen vorgenommen wurden. Alle Verfahren wurden nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt. Und da wird auch ein Herr Frickmeier nichts ändern.

    Eines sei noch anzumerken, alle Projekte die hier durch den Dreck gezogen werden haben keine neuen Anmelder im Jahr 2009 angenommen. Der Support für die Projekte lief also aus und es wurden und werden keine neuen Kunden angenommen.

    Alle hier genannten Tätigkeiten wurdem im Jahr 2007 und 2008 den Behörden eingehend dargelegt und geschildert. Die Behörden und Staatsanwaltschaften haben zu jedem Zeitpunkt alle notwendigen Unterlagen und Informationen bekommen und eine Zusammenarbeit war und ist gegeben. –ALSO NIX NEUES—

    Claus Frickemeier versucht doch nur eines, seine eingene Haut und die seiner Frau zu retten (unterschlagenen Gelder).

    Oder warum versucht er sich nun als Retter hinzustellen was jeder eh weis und den Behörden / Foren schon seit Jahren bekannt sind.

    Diese Informationen die ich hier einstelle sind bei den zuständigen Behörden prüfbar und können auch jederzeit belegt werden.
    Man muss sich nur mal die Mühle machen was da für ein Spin… am Werk ist. 80 % gelogen und falsch wieder gegeben und selber mehr Dreck am stecken als sonst einer. Es dürfte vor lauter Dreck nicht mal mehr laufen können.

    So nun will ich lieber aufhören aber eines sei an die Adresse von C.F. nochmals gerichtet:

    Wie man pleite geht das weist du ja ganz genau und wie man die Schulden bei Finanzamt verwaltet auch aber Hochmut kommt vor dem Fall.

  13. Tobias sagte,

    am 25. August 2009 um 4:10 pm Uhr

    Nun, auch wenn man mit Paragraphen und Aktenzeichen um sich wirft, wird es wohl nicht besser, oder können Sie beweisen dass das A-Zeichen „StA Bi Az: 22 Js 128/09“ überhaupt einem relevanten Fall zugeordnet werden kann? Ich glaube wohl eher nicht.

    Die Art des Kommentars erinnert auch stark an die Diffamierungen mit erfundenen Urteilen gegen Gomopa, welche ebenfalls schon viele kritische Berichte gebracht haben.

  14. Anna Seidel sagte,

    am 25. August 2009 um 5:06 pm Uhr

    Hat wohl nichts damit zu tun. Hierbei handelt es sich um Tatsachen die nicht weg zu leugnen sind.

    Bei den § 170 Abs 2 StPO handelt es sich eine Einstellung des Verfahrens wegen tatsächlicher Unschuld. Andere könnten auch sagen, es ist keine Straftat nachzuweisen. Wie auch immer, es lagen und liegen keine strafbaren Handlungen vor.

    Bei dem genannten Az. sollte man sich bei der Staatsanwätin Böhmer bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld erkundigen. Diese wird das aktuelle Verfahren aus März 09 sicherlich bestätigen. Ermittlungen gegen Claus Frickemeier weren sicherlich noch andauern.

    Ansonsten finde ich die Berichterstattung recht einseitig und möchte mich auch nicht weiter dran teilnehmen.

    Ich will hoffen, dass der Gesetzgeber entlich die Vertragsverhältnisse bei Onlineverträgen regelt.

    Solange es hier eine Grauzone gibt, wird es auch „Solche“ die es ausnutzen und „Solche“ die dagegen schreiben geben.

    Beides finde ich persönlich nicht gut.


  15. am 25. August 2009 um 5:15 pm Uhr

    Erneut durchschaubar und billig: schnell den Fokus auf jemanden anderes lenken und die Abzocke schönreden. Nichts neues, daher: Setzen, 6.

  16. whocares sagte,

    am 27. August 2009 um 6:43 am Uhr

    @Anna: Eine Einstellung nach 170 II sagt nichts über Schuld oder Unschuld aus, sondern nur, daß der StA nicht genug Beweise hat.

  17. whocares sagte,

    am 27. August 2009 um 7:55 am Uhr

    Wo wir gerade bei der StA BI sind: Es wurden *nicht* alle Verfahren gegen BHH nach 170II eingestellt; mindestens eine Anzeige endete mit 154 I (kurz gesagt: Einstellung, weil eine etwaige Strafe gegenüber anderen aktuellen Sachen nicht ins Gewicht fiele): http://rotglut.org/2009/03/neues-in-sachen-idscollectorfrank.html

  18. blogger sagte,

    am 27. August 2009 um 1:08 pm Uhr

    Das Verfahren wurde anfang Juli komplett eingestellt. In Bielefeld lauft nichts mehr. Der Akt und die umfassende Erklärung zur Einstellung liegen bei Gericht vor. u.a. geht hervor das es einerseits nicht beweisbar ist das Adressen selber eingetragen wurden und andererseits sehr viele Anzeiger auch angeben sich zwar angemeldet zu haben aber der Kostenpflicht nicht bewusst waren. Preisangaben waren jedoch laut Sta jederzeit zumindest neben dem Formular ersichtlich.

  19. der Anonyme Teilinsider sagte,

    am 11. September 2009 um 12:56 pm Uhr

    Alle Rechtfertigungen und Beweise werden von dem doch sehr betrügerischen c.f. mit den Worten an die Seite geschoben – es wäre doch sehr durchsichtig.

    Zur Abzocke im direkten Gespräch mit den ermittelnden Beamten und des Staatsanwalt wurde dort beestätigt, das auf ALLEN Seiten klar und mehrfach auf die entstehenden Kosten hingewiesen wird und wurde. Wenn also jemand dann weiter auf diesen Seiten surft und Kosten entstehen, ist das gabz allein sein Problem und keine Abzocke.

    Ich kenne auch den sauberen Herrn c.f. persönlich und weis welch ein durchtriebener und Hinterhältiger mensch er ist. Diesem Mensch zu glauben ist reiner Selbstmord.

    Auch dies ist bei der Staatsanwaltschaft und den ermittelnden Beamten – das Herr c.cf. leich zu durchschauen und gegen Ihn genaustens ermittelt wird und er NICHT ohne Strafe wegkommen wird.

    Dieser feine Herr versucht nur von seinen Ihm bewusten, strafbaren Taten abzulenken und hat vielen guten Angestellten ihren Job gekostet. Ich hoffe das diese Ihn in irgendeiner Form belangen, denn immerhin haben sie durch diesen Betrüger einen witschaftlichen Schaden erlitten…

    Und um es mal in klare Worte zu faasen

    mit der Ihnen gebühreenden Hochachtung Herr c.f.


  20. am 12. September 2009 um 12:17 am Uhr

    Sie sind doch die Person, die in meinem Blog ausführte, man möge sich doch bitte an die Redaktion von Akte 09 wenden, denn dort lägen sämtliche Beweise gegen mich vor? Mögen sich interessierte Leser mit der Redaktion in Verbindung setzen und den Wahrheitsgehalt prüfen. Weiterhin wurden Sie gebeten, Ihre Angaben mit Ansprechpartnern bei Staatsanwaltschaft / Polizei zu belegen, damit wir Ihre Angaben überprüfen könnten. Auch das lehnten Sie ab. Mein Fazit: reine Meinungsmache ohne Substanz. Setzen, 6!

  21. whocares sagte,

    am 15. September 2009 um 3:02 pm Uhr

    „Bei den § 170 Abs 2 StPO handelt es sich eine Einstellung des Verfahrens wegen tatsächlicher Unschuld.“ (von „Anna Seidel“).

    Komisch, daß auch der Anwalt des BHH diese fälschliche Deutung des 170 II StPO fast wortgleich verwendet. Sind Sie die dortige ReNo?


  22. am 15. September 2009 um 4:17 pm Uhr

    „Mitte August wurde ein Verfahren gegen Babenhauserheide wegen Verdachts der Geldwäsche nach Hannover abgegeben, wo nun die Hauptermittlungen laufen.“

    Quelle: Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld auf Nachfrage der Neuen Westfälischen Zeitung, Ausgabe vom 26. August 2009.


  23. am 16. September 2009 um 9:26 pm Uhr

    […] Ein ehemalige Mitarbeiter, Claus Frickemeier in einem Interview. Hier das Interview […]


  24. am 11. Dezember 2009 um 9:21 am Uhr

    […] packt aus (Video) Hier eine Erkl

  25. Extexo sagte,

    am 19. Januar 2010 um 11:54 pm Uhr

    Was es nicht Alles so gibt.
    Hoffentlich gibt es bei den eBook-Verkäufern nicht nur schwarze Schafe. Obwohl die Werbung rechts oben recht übertrieben klingt.
    „Verdiene 100 bis 1000 Euro im Monat mit deinem eigenen Blog! Wie das geht, zeigt das kostenlose E-Book Moneyblogger von Scout4.me. Mit nur 2-3 Stunden Aufwand pro Woche, kann man sich schon einen lukrativen Nebenverdienst aufbauen.“


  26. am 27. Januar 2011 um 10:48 am Uhr

    Kann mich da nur anschließen…tolle Sachen.

  27. Pension sagte,

    am 27. Januar 2011 um 10:51 am Uhr

    Abzocke in diesem Bereich gibt es ja öfter und ich finde das total 🙁 …gut wenn es Leute gibt die dagegen vorgehen.


  28. am 17. Dezember 2013 um 9:21 pm Uhr

    Update: am heutigen Tage erging nach rund 4stündiger Verhandlung in Sachen Unterschlagung von 75.000 Euro das Urteil per Beschluss:

    Das Verfahren wurde -ohne Auflagen- gegen mich EINGESTELLT.

    Die meisten der von mir geladenen Zeugen (u.a. 2 Oberstaatsanwälte, 2 Ermittler des Landeskriminalamtes Niedersachsens sowie Internetexperte Adrian Fuchs) wurden nicht einmal angehört.

    Die geladenen Zeugen der InQnet GmbH / Wien sind gar nicht erst erschienen, einer der Beiden ließ sich durch einen Zeugenanwalt vertreten, dieser wurde aber ebenfalls nicht gehört.

    Gehört wurden nur 2 Zeugen: Frank Babenhauserheide und eine ehemalige Mitarbeiterin (seine „Vorzimmerdame“). Da sich Frank Babenhauserheide als Hauptbelastungszeuge in diverse Widersprüche verstrickte wurde nun endlich Recht gesprochen.

    Der Beschluss des Schöffengerichts ist bereits rechtskräftig, eine Beschwerde oder Revision nicht zulässig.

    Herr Babenhauserheide wird sich desweiteren in absehbarer Zeit vor dem Landgericht Hildesheim verantworten müssen. Der Tatvorwurf lautet auf gewerbsmässigen und bandenmässigen Betrug in 30.000 Fällen.

    Asukünfte hierzu erteilt auf Anfrage die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hannover.




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