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Anwendungsbereiche für Embedded-PCs

Abgelegt unter Netzwelt & IT by Redaktion am 22. April 2015

ProzessorWenn aufgrund besonderer Anforderungen auch besonders robuste und zuverlässige Systeme notwendig sind, kommen Embedded-Computer zum Einsatz. Die kompakten Industrierechner sind modular aufgebaut und funktionieren als eingebettetes System. Sie sind nicht nur außerordentlich flexibel sondern auch energiesparend und wartungsarm. Der Embedded-PC orientiert sich am gewöhnlichen „Standard Computer“, unterscheidet sich von diesem jedoch in einigen Merkmalen.

Die Vorteile von Embedded-PCs

Das erste Embedded-System wurde von Charles Stark Draper zusammen mit dem MIT Instrumentation Laboratory entwickelt und war der Apollo Guidance Computer. Bei jedem Flug zum Mond, waren zwei dieser Systeme dabei, welche für die Steuerung benutzt wurden. Dabei wurde genau dieses System als großes Risiko angesehen.

Embedded-Computer finden ihren Einsatz heute im Anlagen- sowie Maschinenbau. Auch im Power und Energy-Bereich, in der Medizintechnik, im Transport und Verkehr, der Automobilindustrie, in der Fertigungs- und Produktionstechnik und in vielen anderen Industrieanwendungen. Immer leistungsfähigere Prozessoren ermöglichen es den Embedded-Computern auch in besonders komplexen Situationen einzusetzen. Der wohl wesentlichste Vorteil ist, die gewohnte Hardware Umgebung sowie die Software-Entwicklungsumgebung der Embedded-PCs.

Diese „eingebettete Systeme“ verrichten meist für den Nutzer völlig unsichtbare Dienste, in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen. Auch in Waschmaschinen, Kraftfahrzeugen, Flugzeugen, Fernsehern, dem DVD-Player, Kühlschränken, Routern, Mobiltelefonen und fast jedem anderem technischem Gerät kommen sie zum Einsatz. Wir begegnen ihnen somit fast jeden Tag, ohne es zu wissen! Meist handelt es sich dabei um eine Vernetzung einer Vielzahl von Systemen.

Der Aufbau eines Embedded-PCs

Embedded-PCs sind meist viel spezifischer auf das gewünschte Einsatzgebiet zugeschnitten, als es herkömmliche Computer sind. Bei den besonderen PCs werden nur die Komponenten eingebaut, die auch tatsächlich für die speziellen Anwendungen gebraucht werden. Schnittstellen, die keine Verwendung finden, können dann somit auch einfach wegfallen. Beispiele hierfür können die Maus oder die Tastatur, aber auch Anschlüsse für den Bildschirm sein. Ein Betrieb ohne Lüfter, nur mit Speicherkarte anstatt der gewöhnlichen Festplatte wird so möglich.

Embedded-Computer bestehen meist aus fünf Komponenten:

  • dem CPU-Grundmodul inklusive Netzteil
  • Feldbusschnittstellen
  • Busklemmen
  • dem Betriebssystem
  • Systemschnittstellen (zum Beispiel USB, DVI, etc.)

Das Betriebssystem selbst ist meist eine Embedded-Version eines Standardbetriebssystems. Die Systeme werden dann meist speziell an eine bestimmte Aufgabe angepasst. Das machen vor allem Unternehmen wie www.inonet.com oder www.ibm.com.

Versteckt im Alltag

Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, werden wir praktisch täglich mit Embedded-PCs konfrontiert. Fast kein technisches Gerät kommt heute ohne sie aus. Sie stehen uns im Alltag nützlich zur Verfügung und unterscheiden sich von ihrem Rechensystem nur wenig von unserem herkömmlichen, geliebten Computer!

 



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